TH Aschaffenburg erfasst Verkehrsflüsse lückenlos im Reallabor
Deutschlandweit einzigartig: Aschaffenburg wird Modellstadt für intelligente Mobilität
Die TH Aschaffenburg bringt gemeinsam mit der Stadt Aschaffenburg das „Reallabor Mobilität“ auf die Straße – eine deutschlandweit einzigartige Forschungsplattform für intelligente Verkehrserfassung und -steuerung. Unter Leitung von Prof. Dr. Galia Weidl, Professur für Vernetzte Urbane Mobilität, entsteht entlang des gesamten Cityrings ein durchgängiges Sensornetz, das Verkehrsflüsse in Echtzeit erfasst und analysiert. Kern der Plattform sind Lidar-Sensoren, die an zwölf strategischen Verkehrsknoten installiert werden. Sie erfassen Bewegungsdaten präzise, datenschutzkonform und unabhängig von Tageszeit oder Wetterbedingungen. Die Sensoren liefern quantitative und qualitative Informationen: Fahrzeugtypen, Geschwindigkeiten, Abstände, Positionen, aber auch komplexe Verkehrsmuster, die klassische Zählsystemen nicht sichtbar machen. In Kombination mit KI-gestützter Datenanalyse lassen sich so Unfallursachen erkennen, Engpässe lokalisieren und adaptive Steuerungsstrategien entwickeln. Der Unterschied zu herkömmlichen Reallaboren: Nicht einzelne Messpunkte, sondern das komplette innerstädtische Ringnetz wird abgedeckt. Dadurch entsteht ein lückenloses Bild des Verkehrs – Grundlage für präzise Modellierungen, Simulationen und Übertragbarkeit auf andere Städte vergleichbarer Größe. Technischer Projektpartner ist das bayerische Startup NewSense Engineering. Das Projekt wird im Rahmen der Hightech-Agenda Bayern gefördert. Details
