Smarte Sensoren im Herzen von Regensburg – DataHub trifft historische Altstadt
REGENSBURG. Was klingt wie eine Marketingphrase, ist in Regensburg gelebte Praxis: Seit März 2026 erfassen im Reallabor „Obermünsterviertel“ an vier zentralen Standorten smarte Sensoren Daten – und wir, die Strategische Partnerschaft Sensorik e.V., sind mit unserer F&E-Einheit, der Sensorik-Bayern GmbH, unmittelbar an der Umsetzung beteiligt. Ziel ist eine belastbare, anonymisierte Datengrundlage für Stadtplanung, Mobilität und Aufenthaltsqualität zu schaffen.
Vom Labor in die Gasse
Statt Laptop, Schreibtisch oder Testraum: Die Kollegen unserer Sensorik-Bayern GmbH installierten die Sensorik kürzlich direkt vor Ort – an der östlichen Einfahrt ins Viertel, am Jesuitenplatz, am Obermünsterplatz sowie bei Apollonias Garten. Ergänzt wird das Setup durch eine mobile Messbox für flexible Einsätze. Das Reallabor ist Teil des Smart-City-Projekts R_Lab Mobilität, koordiniert durch das Cluster Mobility & Logistics, finanziert über R_NEXT und im Auftrag der Stadt Regensburg umgesetzt.
Was die Sensoren messen
Erfasst werden drei Datenkategorien: Bewegungsströme von Passanten, Fahrrädern und Fahrzeugen, Umweltparameter wie Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit sowie CO₂-Konzentration und weitere Luftqualitätswerte sowie der Lärmpegel inklusive Ereignisspitzen. Die Daten fließen in den Mobility Data Hub des Stadtwerks Regensburg und stehen dort zur Auswertung bereit.
Kontakt
Matthias Streller
m.streller(at)sensorik-bayern.de
LinkedIn
R_NEXT, Kreativbehörde Regensburg, Stadt Regensburg
Die Erhebung erfolgt konsequent anonymisiert nach dem Prinzip „Privacy by Design“: keine Kameras, keine personenbezogenen Daten, keine individuellen Bewegungsprofile. Die Sensorik erfasst Frequenzen, Richtungen und Umgebungszustände. Erst die Verknüpfung dieser Datenquellen ermöglicht ein belastbares Bild urbaner Dynamiken – über Tageszeiten, Wochentage und Ereignisse hinweg.
Local for Local – Netzwerk als Erfolgsfaktor
Das Projekt zeigt exemplarisch: Unternehmen, Kommune und Forschung arbeiten entlang konkreter Fragestellungen zusammen. Kurze Wege sichern Tempo in der Umsetzung, das gebündelte Know-how im Netzwerk die technologische Tiefe. Für Einblicke in die eingesetzte Sensorik steht Matthias Streller als Ansprechpartner zur Verfügung.
Mehr Informationen auch unter https://www.kreativbehoerde.de/projekte/labor-der-kreativen-koepfe/obermuensterviertel/sensoren-obermuensterviertel.