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SENSURE – technologische Souveränität durch zirkuläre Rohstoffstrategien

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BAYERN. Die technologische Souveränität Europas hängt maßgeblich von der Verfügbarkeit kritischer Rohstoffe ab, die für Halbleiter, Leistungselektronik und Sensoren unverzichtbar sind. Aktuell listet der EU Critical Raw Materials Act (EUCRMA) 34 kritische Rohstoffe auf, von denen 17 als strategisch besonders bedeutsam eingestuft werden. Mit dem Start des Cross-Cluster-Projekts „SENSURE“ adressieren die drei bayerischen Cluster für Sensorik, Umwelt und Neue Werkstoffe (Bayern Innovativ) diese kritische Rohstoffabhängigkeit. Ziel ist es, die Anforderungen des EUCRMA in belastbare Recycling- und Substitutionsstrategien für die Umweltsensorik zu übersetzen.
 

„Dass der EUCRMA die Sensorik voll ins Schwarze trifft, ist nicht verwunderlich. Die Magnetverfügbarkeit ist bereits ein Dauerthema“, betont Matthias Streller, Geschäftsführer der Strategischen Partnerschaft Sensorik e. V. (SPS)/Cluster Sensorik. SENSURE sei nun eine Chance, sich frühzeitig gemeinsam mit relevanten Akteuren diesem Themenkomplex nicht nur zu nähern, sondern auch eine Basis für konkrete Kooperationen oder Projekte zu bilden.
 

SENSURE: Ein fachübergreifendes Ökosystem für Resilienz
Um diese komplexe Problematik zu lösen, verlässt SENSURE technologische Silos. Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, bündeln drei starke Partner ihre Kompetenzen. Das Cluster Sensorik bringt technologisches und Branchen-Know-how ein, das Umweltcluster Bayern seine Expertise in Kreislaufwirtschaft und Urban Mining und das Cluster Neue Werkstoffe (Bayern Innovativ) Expertenwissen zu Materialforschung.
 

SENSURE adressiert die kritischen Pfade der Lieferketten, unterstützt bei der Analyse der Abhängigkeiten und will Zugang zu End-of-Life-Konzepten bieten. Das Projektteam konzentriert sich dabei primär auf die Umweltsensorik. Diese ist für das Monitoring kritischer Infrastrukturen, den Bevölkerungsschutz und die Katastrophenvorsorge – etwa bei Hochwasser oder Luftkontamination – essenziell. Die Verfügbarkeit zuverlässiger Messgeräte für die Wasser- und Umweltwirtschaft und Stärkung der regionalen Resilienz durch Urban-Mining-Strategien zählen daher zu den Projektzielen.
 

Im Mittelpunkt von SENSURE stehen drei Kernfragen. Besonders Unternehmen aus den Bereichen Füllstands- und Pegelmessung sind aufgerufen, ihre Erfahrungen einzubringen.

  • In welchen Bereichen werden Materialengpässe besonders kritisch und welche Stoffe bereiten Unternehmen aktuell die größten Sorgen?
  • Welche alternativen Materialsysteme sind bereits im praktischen Einsatz und zeigen Erfolg?
  • Wie kann eine branchenübergreifende Vernetzung gelingen, um zirkulären Ansätzen und Recyclingstrategien zur nötigen kritischen Masse zu verhelfen?

„Um dort anzusetzen, wo der Schuh am meisten drückt, starten wir eine fundierte Stakeholder-Befragung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dabei werfen wir bewusst einen Blick über den Tellerrand auf Best Practices angrenzender Bereiche, wie etwa das Batterierecycling, um Synergien für die Umweltsensorik nutzbar zu machen.“
Matthias Streller, Geschäftsführer Cluster Sensorik

SENSURE im Überblick – Kernziele und technologischer Mehrwert

  • Analyse & Supply-Chain-Monitoring: Identifikation kritischer Materialengpässe und Erfassung von Lücken in bestehenden Lieferketten.
  • Design-for-Recycling & Substitution: Entwicklung von Strategien zur Nutzung von Sekundärrohstoffen und biobasierten Vorprodukten.
  • Urban Mining: Erschließung regionaler Rohstoffquellen durch innovative Recyclingkonzepte.
  • Strategische Handlungsempfehlungen: Ableitung praxisnaher Leitfäden für Politik und Wirtschaft auf Basis wissenschaftlicher Roadmaps.
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