SAppZ (OTH Regensburg) entwickelt mobiles Sensorsystem für die EU-konforme Emissionsüberwachung
Weltweit entweichen aus Pipeline-Infrastrukturen täglich erhebliche Mengen Methan – eines der klimawirksamsten Treibhausgase. Seit August 2024 verpflichtet die Europäische Methanverordnung Betreiber fossiler Infrastrukturen zu engmaschigerer Überwachung. Bestehende Systeme sind dafür häufig zu kostspielig, zu unflexibel oder zu ungenau. Prof. Dr. Matthias Ehrnsperger und Prof. Dr. Rudolf Bierl vom Sensorik Applikations-Zentrum (SappZ) der OTH Regensburg entwickeln im Projekt PROMPT ein mobiles Spurengassensorsystem, das Methan- und Ethanemissionen hochsensitiv detektiert und präzise lokalisiert.
Technologische Grundlage des ist die photoakustische Spektroskopie: Licht wird von Gasmolekülen absorbiert und in Schall umgewandelt – darüber lassen sich Stoffe identifizieren. Ergänzend integrieren die Forschenden KI-Methoden, die Emissionsquellen selbstständig erkennen. Das System ist für den Einsatz in Drohnen und autonomen Robotern konzipiert. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert PROMPT über vier Jahre mit knapp zwei Millionen Euro im Programm HAW-ForschungsPraxis. Als Praxispartner sind die Bayernwerk Netz GmbH, die REWAG Regensburg, die m-u-t GmbH sowie die GlobeFlight GmbH beteiligt. Die Erprobung erfolgt sowohl im Labor als auch unter Realbedingungen an aktiven Gasnetzen.
Weiterführende Informationen auch unter: https://idw-online.de/de/news870290