POF 2026 macht Nürnberg zur Welthauptstadt der Kunststoff-Lichtwellenleiter
NÜRNBERG. Ende September versammelte die 34. International Conference on Plastic Optical Fibers (POF2026) die globale Fachwelt am Ohm Innovation Center der TH Nürnberg. Drei Tage lang diskutierten Forschende und Industrievertreter aktuelle Entwicklungen rund um POF-Sensorik, polymere optische Wellenleiter und industrielle Applikationen — von der Fertigung bis zur Systemintegration. Ausrichter war das Polymer Optical Fiber Application Center (POF-AC) der TH Nürnberg, das gleichzeitig sein 25-jähriges Jubiläum feierte. Für die TH Nürnberg war es bereits die dritte Ausrichtung der Konferenz — nach 2004 und 2015.
Zwei Anwendungsbeispiele verdeutlichen das industrielle Potenzial der Technologie: Das POF-AC entwickelte gemeinsam mit der eolotec GmbH ein faseroptisches Messsystem zur Früherkennung von Lagerschäden in Windkraftrotoren — heute bereits in mehreren Hundert europäischen Windenergieanlagen im Einsatz. Für Schienenfahrzeuge und Leistungselektronik bietet POF einen entscheidenden Vorteil: die vollständige elektromagnetische Entkopplung, die Kurzschlüsse in der Motorsteuerung zuverlässig verhindert.
„Die Forschung zu polymeren optischen Fasern entwickelt sich in viele Richtungen. Die POF 2026 machte diese Bandbreite sichtbar und brachte Wissenschaft und Industrie miteinander ins Gespräch."
Prof. Rainer Engelbrecht, Leiter des POF-AC
Ein angeschlossener Workshop zu integrierten planaren Wellenleitern schloss die Konferenzwoche ab. POF-Technologie gewinnt als robuste, kostengünstige Alternative zu Glasfaser in der Industriesensorik zunehmend an Bedeutung. Weitere Details auch unter: https://www.th-nuernberg.de/news/6488-internationale-pof-fachwelt-zu-gast-an-der-ohm
Kontakt: Prof. Dr. Reiner Englbrecht TH Nürnberg