20 Jahre Strategische Partnerschaft Sensorik: Von der Idee zum bayerischen Hightech-Ökosystem
13 Unternehmen und Institutionen waren es im Jahr 2003, die sich in Regensburg unter dem Dach der Wirtschaftsförderung an einen Tisch setzten – mit Blick in eine gemeinsame Zukunft: Drei Jahre später entstand daraus der Verein „Strategische Partnerschaft Sensorik“. Nun, 2026, existiert dieses Netzwerk noch immer und agiert als bayerisches Cluster Sensorik weit über die Stadtgrenzen hinaus. Das darf gefeiert werden: Zum 20-jährigen Bestehen begrüßten wir Anfang Oktober rund 100 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik in Regensburg.
Prof. Dr. Christoph Kutter (Direktor des Fraunhofer EMFT, VDE-Präsident, Sprecher Cluster Sensorik)
Prof. Dr. Christoph Kutter, Direktor des Fraunhofer EMFT, VDE-Präsident und Sprecher des Clusters Sensorik, eröffnete mit einer Keynote zur Sensorik als Schlüsseltechnologie und ihrer essenziellen Bedeutung für weitere Branchen – jetzt und in den kommenden Jahren. Wie aus der Initiative einzelner Akteure ein Netzwerk mit überregionaler Reichweite wuchs, skizzierte unser Vorstand der ersten Stunde, Toni Lautenschläger, Leiter des Amtes für Wirtschaft und Wissenschaft der Stadt Regensburg. Staatssekretär Tobias Gotthardt meldete sich per Videobotschaft und bestätigte: „Mess- und Sensortechnik ist eine bayerische Schlüsseltechnologie.“ Wie weit Sensorik als Querschnittstechnologie reicht, zeigten die acht neuen Mitglieder, die sich der Community im Zuge der Jubiläumsfeier vorstellten.
Vorstellung der Neumitglieder
Von KI-Agenten bis zur Roboterhaut: Hightech-Spotlights aus dem Ökosystem
Drei Spotlights aus dem Netzwerk führten vor, woran die Branche aktuell arbeitet und wie groß die Bandbreite der Technologie ist – von der Auswertung großer Sensordatenmengen über die optische Messtechnik bis zur Hardware für Umgebungen, in denen herkömmliche Sensorik ausfällt. Die KI-Agenten von Steadforce führen Sensordaten, System-Logs und Wartungshistorien für die autonome Ursachenanalyse zusammen und verfolgen Störungsursachen in Minuten statt Stunden zurück – nachvollziehbar und unter menschlicher Kontrolle. Micro-Epsilon stellte das bayerische Kooperationsprojekt KISSMe3D vor: KI-gestützte Verfahren verkürzen dort den Weg zur einsatzfähigen optischen 3D-Messtechnik. Im Showroom der Sensorik-Bayern GmbH, Tochtergesellschaft des Vereins, gab es die Highlights aus zwei Jahrzehnten angewandter Forschung und Entwicklung für das Netzwerk zu sehen: applikationsspezifische Ultra-Low-Power-Sensorsysteme, das SensorBeaconSystem zur Plug-and-Play-Nachrüstung bestehender Anlagen und die bionische Roboterhaut „Bionic RoboSkin“ für raue Umgebungen an Land und unter Wasser.
Quelle aller hier aufgeführten Fotos: SPS