Hohes Interesse an bayerischen Industrie 4.0-Produkten, Konzepten und Dienstleistungen

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Branchenübergreifende Ziele im Baltikum: Automatisierung von Anlagen, Optimierung von Prozessen, Modernisierung alter Anlagen

Delegation im Zuge des Projekts „Bayern – Fit for Partnership“ (BFP) in der TechBase zu Gast

Bayerische Unternehmen können im Bereich Industrie 4.0 von ihrem Technologievorsprung gegenüber anderen Ländern derzeit stark profitieren. Mit dem Baltikum entwickelt sich daher momentan ein interessanter und aussichtsreicher Markt mit zahlreichen Kooperations- und Lieferchancen. Insbesondere hier genießt nämlich das bayerische Know-how ein hohes Ansehen. In allen drei baltischen Staaten haben die Themen Automatisierung und Digitalisierung im Kontext Industrie 4.0 einen sehr hohen Stellenwert und werden intensiv vorangetrieben, sowohl von der Privatwirtschaft als auch von den Regierungen. Die Regierungen und Verbände sind sich bewusst, dass von einer raschen Umstellung auf Industrie 4.0-Anwendungen die Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Standorte abhängt. Es fehlt derzeit jedoch noch an konkretem Know-how, Produkten und Dienstleistungen. Eine Delegation aus dem Baltikum war daher am 06. November zu Gast im Sensorik-Netzwerk.

Die baltische Delegation erhielt einen umfangreichen Überblick über die Aktivitäten des Sensorik-Netzwerks, die jüngsten Entwicklungen der Sensorik-Bayern GmbH, u.a. die SensorBeacons, sowie über das Kompetenzspektrum und die Angebote des bayerischen IT-Sicherheitsclusters. In einem jeweils zehnminütigen Pitch stellten sich zudem mehrere Unternehmen vor, darunter die Netzwerk-Mitglieder Harald Schmid, Geschäftsführer der GRAMM UG. Er zeigte auf, wie additive Fertigung Produktionsprozesse verändert, Abläufe effizienter gestaltet und die Forderung nach Losgröße 1 adressiert. Wie Augmented und Virtual Reality im industriellen Kontext bzw. in Fertigungsbetrieben genutzt werden kann, erläuterte Ralf Scheid, Geschäftsführer der PION ONE AG. Vereinbart wurden u.a. zahlreiche weitere bilaterale Abstimmungsgespräche, in denen nun konkrete Kooperationsvorhaben besprochen werden. 

Der Besuch in der TechBase Regensburg war ein Stopp der gut 15 baltische Unternehmensvertreter auf ihrer viertägigen Tour durch Bayern unter der Leitung von Dr. Christian Hackl (TUM-Tech GmbH). Tags zuvor besichtigte die Delegation die Maschinenfabrik Reinhausen. Die Gäste waren dabei in ganz unterschiedlichen Branchen tätig und deckten vom spezialisierten Ingenieurbüro, über die klassische Metallverarbeitung, der Lebensmittelindustrie bis hin zur Herstellung von Modulhäusern viele Bereiche ab. Neue Technologien und Systeme sollen zum Einsatz kommen, um sowohl alte Anlagen zu modernisieren als auch den Automatisierungs- und Vernetzungsgrad von Prozessen künftig zu erhöhen.

Die demografische Entwicklung und Abwanderung, die in Estland, Lettland und Litauen bereits heute zu einem großen Fachkräftemangel führen, fördern  gerade in der Fertigungsindustrie die Notwendigkeit neuer Ansätze weiter. Die Voraussetzungen zur Umsetzung moderner Lösungen sind in den baltischen Staaten grundsätzlich hoch. Alle Standorte verfügen über ausgezeichnete Internet-Breitbandnetze, die denen in Deutschland häufig überlegen sind. Auch die technische Affinität und der Ausbildungsgrad der Bevölkerung sind in Estland, Lettland und Litauen hoch. Mehr Details zu den Entwicklungen im Baltikum finden Sie auch im  Magazin "Außenwirtschaft im Fokus" von Bayern International.

 

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