INNOinSENS - Innovationen in der Sensorik.

Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt INNOinSENS soll die Innovationsfähigkeit der Akteure in der Sensorik Branche stärken und richtungsweisende Impulse für die Innovations-
prozesse gerade von kleinen und mittelständischen Unternehmen in Bayern sowie über die Landesgrenzen hinaus geben. Im Zentrum des Erkenntnis- und Entwicklungsinteresses steht das Zusammenspiel fachlicher, betriebswirtschaftlicher, methodischer und personaler Kompetenzen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den kommenden Jahren unter dem Förderkennzeichen 01FH09098 gefördert.

Flyer (897.59 KB)

Die Ziele von INNOinSENS

Die Ziele.

Leitziel des Verbundprojekts INNOinSENS ist es, neue Lösungen zur nachhaltigen Stärkung der Innovations- und Vertrauenskultur im Cluster Sensorik und der Optimierung der Innovationsstrategien zu finden. In aktuellen Innovationsprojekten von Sensorik werden Maßnahmen hierfür erprobt. Der Sensorik-Fachkräftepool soll dabei ein Dienstleistungsangebot für das Cluster Sensorik mit einem individualisierbaren Portfolio aus Beratungs-, Profiling-, Matching-, Weiterbildungs- und Coaching-Komponenten für Unternehmen und Fachkräfte bieten. Dieses Modell eines Fachkräftepools soll branchen- und bayernweit Anwendung finden.

Die Ziele von Innoinsens

Innovationsziele im Detail.

  • Weiterentwicklung der Innovationsfähigkeit von Unternehmen (KMU) und Fachkräften
  • Ausbau eines kundenorientierten Serviceportfolios des Sensorik-Fachkräftepools
  • Angebot einer breiteren Palette an bedarfsgerechten Personalentwicklungsstrategien und Qualifizierungsangeboten im Sensorik-Netzwerk
  • Optimierung des Fachkräftetransfers für Innovationsprojekte
  • Stabilisierung und Absicherung der Beschäftigungsperspektiven im Cluster Sensorik bei zeitlich begrenzten Projekteinsätzen
  • Aufbau von Vertrauen für eine längerfristige Bindung älterer und jüngerer Fachkräfte an das Cluster Sensorik

Forschungsziele im Detail.

  • Wo und wie werden Flexibilität und Stabilität in Sensorik-Innovationsprojekten benötigt?
  • Wie unterscheiden sich Sichtweisen von Management und Fachkräften?
  • Welche positiven/negativen Faktoren beeinflussen vertikale und horizontale Vertrauensbeziehungen im Unternehmen und im Cluster Sensorik?
  • Was können vernetzte Kompetenzentwicklungsansätze zur Problemlösung beitragen?

In Sensorik-KMU ist ein ebenso flexibler wie abgesicherter Zugriff auf Know-how und qualifiziertes Fachpersonal für Innovationsprojekte notwendig. Es existiert jedoch ein Spannungsfeld von Bedarf und Mangel an qualifizierten Sensorik-Fachkräften - eine Problematik, die sich in den nächsten Jahren gerade im Bereich der Ingenieurswissenschaften weiter zuspitzen wird. Der Faktor Vertrauen zwischen den Akteuren und das Vertrauensmanagement auf allen Unternehmensebenen spielen eine zentrale Rolle.

Das Cluster Sensorik als geeignetes Forschungs- und Entwicklungsfeld:

  • Dichte Ansiedlung von Sensorik-Unternehmen, insbesondere KMU in Bayern
  • Zusammenführung und Vernetzung von Akteuren aus unterschiedlichen Institutionen und mit unterschiedlichen Perspektiven im Cluster Sensorik: KMU, Großunternehmen, Hochschulen und Personalentwicklungsexperten
  • Gemeinsame Innovationsprojekte im Cluster Sensorik
  • Unterstützungsleistungen des Clusters Sensorik zur Umsetzung von Innovationsprojekten für KMU ohne eigenständige Forschungs- und Entwicklungsabteilungen

Ausgangssituation im Detail.

  • Flexibilisierte, "destandardisierte" Beschäftigungsverhältnisse, geänderte Arbeitsbedingungen
  • Ältere, erfahrene Fachkräfte müssen in der hoch innovativen Branche länger einsatzfähig bleiben und fachliche sowie personale Kompetenzen weiterentwickeln
  • Eingeschränkte persönliche Entwicklungsperspektiven der Fachkräfte bei zeitlich begrenzten Innovationsprojekten in einzelnen Unternehmen
  • Erhöhter Leistungsdruck beim Management von Innovationsprozessen für jüngere Fachkräfte

Arbeitsphasen

Ausgestaltung des innovativen Dienstleistungsportfolios.

Gemäß dem aktuellen Entwicklungsbedarf sowie den Wünschen und Vorstellungen von Unternehmen und Fachkräften im Netzwerk wurden von den Projektpartnern praxisorientierte Lösungen entworfen. Diese sind zum Teil bereits als neue Unterstützungsleistungen in das Angebotsportfolio des Sensorik-Netzwerks integriert. Es beinhaltet folgende Einzelkomponenten und Zielsetzungen:

  • Steigerung der methodischen Innovationskompetenz für betriebliche Innovationsteams in Form von modularen Qualifizierungszyklen (OTTI)
  • Ausbau fachlicher Kompetenzen von Fachkräften aus der Sensorik auf den Gebieten Technologie und Betriebswirtschaft (Seminarreihe "BWL für Entwickler") und einzeln buchbare Qualifizierungsveranstaltungen zu ausgewählten technologischen Problem- und Themenstellungen, Ausbau der Kenntnisse zu betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen im Unternehmen (SPS)
  • Coaching zur Förderung der eigenständigen Gestaltung des Berufswegs sowie Steigerung der individuellen Veränderungskompetenz und -bereitschaft von (beschäftigungssuchenden) Sensorik-Fachkräften (IFP)
  • Unterstützung bei der strategischen Personalplanung, Unterstützung und Beratung bei der Entwicklung neuer Organisationsstrukturen in Unternehmen und deren strategischer Ausrichtung (SPS)
  • Effiziente Fackräftebindung und -gewinnung über die Plattform ("Sensorik-Fachkräftepool"), Personalvermittlung über eine Online-Tool und individuelle Beratungsleistungen (SPS)
  • Vermittlung und Austausch von spezifischen Kompetenzen innerhalb des Netzwerks zur Abdeckung temporären, kurzfristigen Expertenwissens (SPS)
  • Integration von beschäftigungssuchenden Sensorik-Fachkräften und des Fachkräftenachwuchses in das Sensorik-Netzwerk (SPS)
  • Vernetzung der Cluster-Akteure durch Unternehmer-Workshops und anwendungsnahe Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen für Sensorik-Fachkräfte (Sensorik Summerschool, Sensorik INNOdays, Fachforen und Kolloquien) (SPS)

 

VertrauenVertrauen als Erfolgsfaktor für eine gemeinsame Innovationskultur im Netzwerk.

Ein "Vertraut-Machen" der Netzwerk-Akteure mit den künftigen Herausforderungen der Branche sowie das "Vertraut-Werden" mit den Netzwerk-Partnern und das "Vertrauen in und auf" die Möglichkeiten und Chancen einer Zusammenarbeit stellten wesentliche Elemente für die Schaffung einer gemeinsamen Innovationskultur im Cluster Sensorik dar. Ein gemeinsames Denken und Handeln in einem Netzwerk und auf diese Weise eine gemeinsame Innovationskultur zu generieren, zeichnete sich in der bisherigen Projektarbeit als zeitintensiver und kontiunuierlicher Prozess ab, der auch nach der ursprünglich
veranschlagten Projektlaufzeit weiterverfolgt werden
muss, um die Nachhaltigkeit der Maßnahmen abzusichern.

 

VernetzungIndividuelle Lösungen als Erfolgsfaktor für divergirenden Maßnahmenbedarf im Netzwerk.

Insbesondere die Einbindung der zwei KMU-Praxispartner aus dem Netzwerk verdeutlichte, dass selbst innerhalb einer Branche Bedarfe einzelner Firmen stark divergieren können und individuelle Lösungsansätze erfordern. Veränderungsnotwendigkeiten haben dabei nicht nur einen situativ bedingten Hintergrund, sondern resultieren auch aus der jeweiligen Unternehmensgeschichte. Wissen abteilungsübergreifend zugänglich zu machen und eine strategische Technologie-Roadmap zur Förderung der Innovationsprozesse in Entwicklungsabteilungen zu entwerfen, steht daher im Fokus der Zusammenarbeit mit einem INNOinSENS- Praxispartner. Mit der Einführung eines "Kompetenzpools" soll einem interessierten Kreis der Netzwerkmitglieder ermöglicht werden, personelle Unter- und Überkapazitäten im Netzwerkverbund auszugleichen. Diese innovative Vernetzung des Personalmanagements soll als flexibler Lösungsansatz zugleich Stabilität für die beteiligten Unternehmen und deren Mitarbeiter schaffen und den oft nur sehr bedingt planbaren, kurzfristig entstehenden Bedarf der Unternehmen an Personal bzw. sehr spezifischem Expertenwissen rasch und effizient abdecken.

 

VernetzungInnovationsförderliche Erkenntnisse aus der INNOinSENS Verbundkonstellation und -kooperation.

Als konstruktiv und produktiv erwies sich insbesondere der Austausch von diversifizierter Expertise, Know-how und Wissen innerhalb des INNOinSENS-Verbundes. Die interdisziplinäre Verbundkonstellation und die enge Kooperation von angewandter Wissenschaft und Praxis haben innovative praxistaugliche Lösungsansätze gebracht. Inputs von Führungs- und Fachkräften der zwei Praxispartnern und dem Anwendungsunternehmen Sensorik-Bayern GmbH führten zu nutzerorientierten, zielgruppenspezifischen und in der Praxis erprobungsfähigen Qualifizierungskonzepten, die somit Grundvoraussetzungen erfüllen um auf Akzeptanz bei den in Unternehmen beschäftigten Fachkräften zu stoßen. Als weiterer Erfolgsfaktor hat sich der partizipative Ansatz erwiesen: Mittels einer mitgestaltenden Evaluation bzgl. der Praxisrelevanz, des Nutzens für die eigene Arbeit und dem individuellen Lerngewinn liefern Anwender und TeilnehmerInnen selbst die qualitative Datenbasis für eine nutzerorientierte Verbesserung und Ausgestaltung der Unterstützungsleistungen. 

Das Programm.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will mit dem Forschungs- und Entwicklungsprogramms "Arbeiten - Lernen - Kompetenzen entwickeln – Innovationsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt" (ALK), Vorhaben zur Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet "Balance von Flexibilität und Stabilität in einer sich wandelnden Arbeitswelt" fördern.  Leitziel des Programms ist die Stärkung der Innovationsfähigkeit aus der Verknüpfung von Personal-, Organisations- und Kompetenzentwicklung auf verschiedenen Akteursebenen. Besondere Berücksichtigung sollen dabei KMU mit ihrem strukturell und regional wichtigen Angebot von Arbeitsplätzen finden. Mit seiner Gesamtzielsetzung schließt das Verbundvorhaben INNOinSENS direkt an die grundlegenden Innovationszielsetzungen im Hinblick auf die Förderzielgruppe KMU und Netzwerke des BMBF-Programms „Arbeiten, Lernen, Kompetenzen entwickeln“ an.

Die Fokusgruppe "Inner- und überbetriebliche Kooperationsstrategien"

Die Verbundprojekte des Förderschwerpunkts „Balance von Flexibilität und Stabilität in einer sich wandelnden Arbeitswelt“ sind in sieben thematische Fokusgruppen eingeteilt. Verantwortlich für die Organisation und wissenschaftliche Begleitung der Fokusgruppe ist der Projektträger DLR. Der Verbund INNOinSENS ist der Fokusgruppe "Inner- und überbetriebliche Kooperationsstrategien" zugeteilt worden. Eine detaillierte Auflistung der weiteren Verbünde diese Fokusgruppen finden Sie hier.

Das Metaprojekt BALANCE.

Ziele:

  • Unterstützung der Fokusgruppen: Entwicklung von Konzepten der Kooperation und Umsetzung auf einer Forschungs- und Transferplattform
  • Thematisch-übergreifender Austausch zwischen Projektträger, Fokusgruppen sowie externen Akteuren aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik
  • Mediation: Monitoring externerAktivitäten, Informationsselektion und -verbreitung
  • Handlungsempfehlungen für Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik
     

Aufgaben:

  • Reflexion von Forschungsergebnissen, Erfahrungen und Fragestellungen in den Fokusgruppen
  • Analyse der externen Wissenswelt auf europäischer und internationaler Ebene
  • wissenschaftlich fundierte Plattform zur Kommunikation und Kollaboration
  • Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses - in Workshops zu Methoden und Inhalten
  • Transfer - Kommunikation der erarbeiteten Ergebnisse an die wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Praxis
  • Konferenzen - Organisation von BALANCEDinnovation und Teilnahme an relevanten Fachtagungen

 

Förderung

Pfeil & Bogen // Agentur für Volltreffer // Werbeagentur Regensburg, München, Nürnberg Konzeption, Kreation und Realisation: Pfeil & Bogen