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INNOinSENS – ein „Innovations-Ruck“ für bayerische Klein- und Mittelständler

REGENSBURG. Innovation in der Sensorik ist das große Thema, dem sich die Strategische Partnerschaft Sensorik e.V. (SPS) als bayerische Clusterplattform annimmt. „Vision des Forschungsvorhabens INNOinSENS ist es, die Innovationsfähigkeit von bayerischen Unternehmen zu stärken und so deren Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken“, wie Projektleiter und SPS-Geschäftsführer Dr. Hubert Steigerwald betont. Für das gut dreijährige Forschungs- und Entwicklungsprojekt stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) der SPS und ihren fünf Projektpartnern eine größere Fördersumme in den nächsten Jahren zur Verfügung. Ergebnis soll eine weitere Steigerung der Innovationsfähigkeit und -fertigkeit aller Akteure im Sensorik-Netzwerk sein. Zum anderen wird das Pilotmodell eines Sensorik-Fachkräftepools aufgebaut. Mit einem innovativen Dienstleistungsangebot zur Kompetenzentwicklung steht dieser Fachkräftepool Unternehmen und Fachkräften der Sensorik-Branche sowie anderen Netzwerken zur Verfügung. Zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft honorierten am vergangenen Donnerstag bei der Auftaktveranstaltung die Akquise des Projekts INNOinSENS.

Innovationsprozesse unterstützen und stärken – dieses Ziel zählt nach den Worten Dr. Steigerwalds zur ehrgeizigen Vision der SPS, die im Rahmen der Cluster-Offensive des Freistaats Bayern das Cluster Sensorik managt. Als kompetentes, innovatives und zukunftsorientiertes Sensorik-Netzwerk wird die SPS zur Sicherung und Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der Akteure beitragen. Es sei gerade die Stärke des Clusters Sensorik, Unternehmen in Netzwerk-Aktivitäten zu integrieren und so hoch innovative und wettbewerbsfähige mittelständische Unternehmen zu unterstützen, erklärte Dietrich Schirm, Referatsleiter im Bayerischen Wirtschaftsministerium. Da das Innovationsprojekt INNOinSENS von außerordentlicher gesamtwirtschaftlicher Bedeutung ist, findet man mit diesem Anliegen seit Herbst 2009 auch Berücksichtigung bei der Vergabe von Fördermitteln auf Bundesebene. Als weiteren „Meilenstein“ in der Geschichte der SPS mit einer Bedeutung weit über das Jahr 2009 hinaus bezeichnete Toni Lautenschläger vom Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Regensburg das Projekt INNOinSENS.

In dem Vorhaben INNOinSENS sind Experten aus Unternehmen, Bildung, Forschung sowie dem Management des Clusters Sensorik eingebunden und entwickeln, erproben und evaluieren Methoden sowie Werkzeuge zur Unterstützung des gemeinsamen Denkens, Lernens und Handelns der Akteure in Innovationsprozessen. Neben der SPS tragen zum Gelingen von INNOinSENS das Ostbayerische Technologie-Transfer-Institut e.V. (OTTI), die IFP (Gesellschaft für Fortbildung und Personalentwicklung GmbH) sowie der Verein für sozialwissenschaftliche Beratung und Forschung e.V. (SoWiBeFo e.V.) bei. Beteiligt sind zudem die beiden Firmen MICRO-EPSILON Messtechnik GmbH & Co. KG (Ortenburg) und GEFASOFT Automatisierung und Software GmbH (Regensburg) aus dem Netzwerk der SPS. Nach einer ersten Erprobungsphase können weitere SPS-Mitglieder an den Qualifizierungsmaßnahmen teilnehmen. „Die Strategische Partnerschaft Sensorik e.V. ist ein herausragendes Beispiel für eine gelungene Zusammenarbeit aller Akteure unter Beteiligung verschiedener Unternehmern“, würdigte auch Josef Beimler, Hauptgeschäftsführer der IHK Regensburg in seinen Grußworten die Aktivitäten des Netzwerks.

Die Konstellation der Projektpartner bietet ein optimales Testfeld für die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Projekt INNOinSENS in den nächsten Jahren. Mit dem erforderlichen Praxisbezug können neue Lösungen zur nachhaltigen Stärkung der Innovations- und Vertrauenskultur im Cluster Sensorik sowie zur Optimierung der Innovationsstrategien mit INNOinSENS systematisch erforscht werden.

Leitziel des Projektes ist eine Stärkung der Innovationsfähigkeit auf verschiedenen Akteursebenen – verknüpft werden daher Personal-, Organisations- und Kompetenzentwicklung. Die Innovationskompetenz von Unternehmen und Fachkräften wird gezielt weiterentwickelt und das betriebliche Innovationsmanagement gefördert. Zugleich entsteht dadurch im gesamten Sensorik-Netzwerk ein gemeinsames Verständnis und Bewusstsein von Innovation. Es wird darüber hinaus ein Vertrauensklima zwischen allen beteiligten Akteuren – Unternehmen, deren Management und Mitarbeiter – geschaffen, in dem sich Unsicherheiten und Risiken von Innovationsprozessen kooperativ meistern lassen. Besondere Berücksichtigung finden im Rahmen von INNOinSENS kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) mit ihrem strukturell und regional wichtigen Angebot von Arbeitsplätzen. Weitere Zielsetzung ist die Stabilisierung von Entwicklungs- und Beschäftigungsperspektiven für Fachkräfte im Sensorik-Netzwerk.

Dieser Ansatz für eine strategisch vernetzte Personalentwicklung wird die Fachkräfteversorgung in den Unternehmen sicherstellen und Folgen des demografischen Wandels sowie der Flexibilisierung der Arbeitsmärkte besser als bisher bewältigen. Das Modell des Sensorik-Fachkräftepools steht nach Projektabschluss auch anderen Netzwerken und Branchen mit vergleichbarem Handlungsbedarf zur Verfügung.

Ermöglicht wird dieses praxisnah und anwendungsorientiert konzipierte Projekt durch das BMBF. Im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprogramms „Arbeiten – Lernen – Kompetenzen entwickeln. Innovationsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt" werden Vorhaben zur Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet "Balance von Flexibilität und Stabilität in einer sich wandelnden Arbeitswelt" gefördert.

>> Fotos zu der Veranstaltung finden Sie hier

>> Pressespiegel
Innoinsens macht aus Phrasen greifbare Produkte (Mittelbayerische Zeitung, 05.12.2009)



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